Kreisliga (Anhalt)
Erneut nur Unentschieden
Steffen Bindernagel rettet ESV-Reserve

LOKal.NEWS™online [25.10.2011 | 16:19 Uhr].
von Heiko Barchewitz & Enrico Franz

Die Kreisligaelf des ESV Lokomotive Dessau hat sich 2:2 (2:0) von ASG Vorwärts Dessau II getrennt. Im Sportzentrum am Friederikenplatz ging der Gastgeber mit zwei Treffer in Führung, der ESV II glich allerdings nach der Pause durch zwei Treffer von Steffen Bindernagel (51./83.) aus. Mit dem Punktgewinn steht das Team von ESV-Trainer Heiko Barchewitz nach dem 11. Spieltag auf Tabellenplatz neun der Kreisliga (Anhalt).

Mit fehlender Einstellung und erschreckenden Unsicherheiten im Spielaufbau machten es die Eisenbahner dem Gastgeber leicht das Spiel im ersten Durchgang zu dominieren. Eine Unstimmigkeit in der Defensive brachte die ASG II nach einer Viertelstunde mit 1:0 in Führung. Oliver Rönicke, diesmal im ESV-Tor, hatte beim Foulstraftstoss keine Abwehrmöglichkeit.  Dem ESV II, zwar immer bemüht Linie ins sein Spiel zu bekommen, fehlte es meist an Präzision und Ideen. Der Gastgeber machte es vor - geradliniges und entschlossenes Spiel brachten ihn nach neuerlichen Unachtsamkeiten mit 2:0 in Front.

Nach einer mehr als deftigen Halbzeitansprache präsentierte sich die Haideburger allerdings wie ausgewechselt. Mit einer guten Raumaufteilung und dem Willen das  Resultat zu verbessern übernahm man mit dem Seitenwechsel die Initiative. Und so dauerte es auch nicht lange bis sich erste Möglichkeiten zum Anschluss ergaben. Eine Flanke von der rechten Seite konnte Steffen Bindernagel vollkommen freistehend im Zentrum zum 1:2 (53.) überlegt einköpfen. Dieser Treffer half dem ESV und beflügelte das Offensivspiel.  Angetrieben von ESV-Kapitän Kevin Glawe wurde der Gastgeber nun permanent unter Druck gesetzt. Einige Chancen zum Ausgleichstreffer wurden so erspielt. Sven Petrowsky (69.) per flachem Schuss und  Ex-ASG-Kicker Jan Sarich mit einem tollen Volleyschuss (76.) konnte aber der gegnerische Schlussmann sehenswert entschärfen. Bei Kevin Glawes Innenspanstoß (78.) konnte er allerdings nichtmehr eingreifen, doch der Ball verfehlte das Tor nur ganz knapp. Der überfällige Ausgleichtreffer zum 2:2 fiel dann sieben Spielminuten (83.) vor Spielende, nachdem Steffen Bindernagel durch einen Angriff über die Außenbahn freigespielt werden konnte. Die verbleibenden Minuten waren so richtig spannend. Die Rot-Schwarzen drängten förmlich auf den Siegtreffer und drückten mit fast allen Spielern in die Gastgeberhälfte. Dadurch ergaben sich aber auch Konterchancen. Mit einem Pfostentreffer und einer sehr guten Reaktion von Oliver Rönicke auf der einen Seite und guten Möglichkeiten von Steffen Bindernagel sowie Alexander Gläser auf der anderen Seite trennten sich beide Mannschaten am Ende 2:2-Unentschieden.

Die Trainerstimme zum Spiel – Heiko Barchewitz: „Die erste Spielhälfte kann ich so nicht akzeptieren, das habe ich meinen Spielern in der Pause auch ganz klar zu verstehen gegeben. Lobenswert war dann aber die Reaktion der Mannschaft danach. Sie hat Charakter gezeigt. Das Remis geht letztlich so in Ordnung. Insgesmat sind wir in dieser Saison einfach viel zu unbeständig. Wir müssen konstanter in unserer Leistung werden.“

Statistik – ESV II: Rönicke, Zabel (46. Geißler), Pelka, Vogelsang, Petrowsky, Haseloff, Glawe, Sarich, Leps, Gläser, Bindernagel - Tore : 1:0 Minning (14./FE), 2:0 Wodke (36.), 2:1; 2:2 Bindernagel (51./ 83.) – Zuschauer: 30 – Schiedsrichter: Völker (TSV Einheit Dessau) – Gelbe Karte: Schmidt, Minning, Heidenreich (ASG II).



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